Überflutete Grasebene mit Bäumen im Okavango-Delta, Wolken spiegeln sich im Wasser

Selbstfahrer und Safari

Botswana: Busch, Delta und Pfannen

Im Juni steht das Wasser in Moremi, wo im März noch Gras war. Die Wolken spiegeln sich zwischen den Schilfinseln, und irgendwo dahinter platscht ein Elefant durch die Flut.

Foto: 123RF

Botswana macht es Reisenden nicht leicht, und genau das schützt es. Seit 1990 setzt das Land auf wenige Gäste, die viel ausgeben. Die großen Parks im Norden sind über Sandpisten erreichbar, die Camps im Delta oft nur mit dem Kleinflugzeug. Wer hierher reist, entscheidet sich deshalb früh zwischen zwei Wegen: selbst fahren mit Allrad und Dachzelt oder von Lodge zu Lodge fliegen.

Für beide Wege steht hier, was du wissen musst. Die Routen sind aus Etappen gebaut. Jede nennt Straßen, Kilometer, den Anteil Sand und eine Fahrzeit, die auch im Tiefsand stimmt. Dazu die Camps in den Parks, mit Betreiber und Buchungsweg. Was sich 2026 geändert hat, von der Flut in Moremi bis zu den verschobenen Parkgebühren, steht mit Datum dabei.

Straßennetz
rund 34.900 kmdavon gut 11.200 km asphaltiert, Statistics Botswana 2024
Visum
keinsfür Deutsche und Österreicher, Einreise kostenlos
Parkgebühr
P270pro Erwachsenem und Tag in Chobe und Moremi, seit 1.4.2022
Allrad mit Dachzelt
NAD 2.555 bis 4.090pro Tag bei Bushlore, Tarif 2026
Flug
kein Nonstopaus Europa, über Johannesburg, Windhoek oder Addis Abeba

Sieben Regionen, eine Drehscheibe

Fast jede Reise in den Norden beginnt oder endet in Maun. Von dort sind es 134 Kilometer bis Xakanaxa in Moremi, 177 bis zur Nxai Pan und 290 bis ins Deception Valley der Zentral-Kalahari. Nach Kasane am Chobe führen zwei Wege: durch die Parks über Khwai und Savuti, rund 450 Kilometer, gut 300 davon Sand, in vier Fahrtagen, oder 616 Kilometer Asphalt über Nata.

Das Okavango-Delta ist seit 2014 Welterbe. Rund 40 Prozent davon liegen im Wildreservat Moremi am Ostrand, wohin du selbst fährst. Der Rest sind Konzessionen mit kleinen Lodges, die du meist nur per Buschflug erreichst. Nordöstlich davon liegt der Chobe mit Savuti im Busch und Kasane am Fluss, von dort sind es 94 Kilometer zu den Victoriafällen.

Im Osten von Maun beginnen die Salzpfannen von Makgadikgadi und Nxai Pan, im Süden die Zentral-Kalahari, mit Ghanzi an der Straße nach Namibia, 287 Kilometer von Maun. Nordwestlich fließt der Okavango durch den Panhandle bis Shakawe, 381 Kilometer entfernt. Gaborone, die A1 nach Francistown und der Kgalagadi im Süden liegen weit ab von den großen Tierzielen. Alle Orte nach Regionen stehen unter Orte.

NamibiaSambiaSimbabweSüdafrikaKalahariOkavango-DeltaMakgadikgadiOkavangoChobeLimpopoMaunMaunMaunXakanaxa und Third BridgeXakanaxaXakanaxaKhwaiKhwaiKhwaiKasane und KazungulaKasaneKasaneSavutiSavutiSavutiPandamatengaPandamatengaNataNataNataGwetaGwetaKhumaga am BotetiKhumaga am BotetiKhumaga am BotetiNxai Pan (South Camp)Nxai PanNxai PanGhanziGhanziGhanziDeception ValleyDeception ValleyDeception ValleyRakopsRakopsKangKangShakaweShakaweSepupaSepupaSerongaSerongaGumareGumareFrancistownFrancistownPalapyePalapyePalapyeSeroweSeroweMahalapyeMahalapyeTuli-GebietTuli-GebietGaboroneGaboroneGaboroneLobatseLobatseTsabongTsabongOkavango-DeltaMoremi Game ReserveChobe-NationalparkVictoriafälleMakgadikgadi PansNxai Pan und Baines BaobabsKubu IslandNata Bird SanctuaryCentral Kalahari Game ReserveTsodilo HillsGcwihaba-HöhlenKhama Rhino SanctuaryMokolodi Nature ReserveKgalagadi Transfrontier Park100 km
Orte nach echten Koordinaten. Die gestrichelte Landesgrenze, das Delta und die Salzpfannen sind genähert und taugen zur Orientierung, nicht zur Navigation.

Reise planen

Zwei Wege durch Botswana

Der erste Weg ist das eigene Auto. Du mietest einen Hilux oder Land Cruiser mit Dachzelt, buchst die Plätze in Moremi, Khwai und Savuti und fährst selbst durch den Sand. Die Camps dort sind nicht eingezäunt, Wasser und Diesel bringst du mit. So siehst du Chobe, Moremi und die Pfannen für einen Bruchteil des Lodgepreises. In der Beispielrechnung für zwei Wochen zu zweit kommen Wagen, Parkgebühren, Camping und Diesel auf rund 5.000 Euro (Stand Oktober 2026).

Der zweite Weg ist die Lodge-Safari. Ein Linienflug bringt dich nach Maun oder Kasane, von dort fliegen Kleinflugzeuge in 15 bis 45 Minuten zu den Camps. Gepirscht wird mit Guide, und in den privaten Konzessionen auch nachts, offroad und zum Teil zu Fuß, was im Reservat verboten ist. Billig ist das nicht: Eine einzige Nacht zu zweit in einer Spitzen-Lodge kostet in der Hochsaison mehr als die ganzen zwei Wochen im Dachzelt (Stand Oktober 2026).

Und dazwischen? Du fährst Chobe, Savuti und Khwai selbst und fliegst von Maun für zwei oder drei Nächte in ein Camp im Delta, wohin keine Straße führt. Veranstalter verkaufen diese Mischung als Paket, Tourlane etwa eine 4x4-Safari über 14 Tage ab 6.300 Euro pro Person (Stand August 2026). Selbst zusammenstellen geht auch, mit Mietwagen, Campingplätzen und einem Sitz im Buschflieger.

Was 2026 anders ist

2026 ist ein Hochwasserjahr. Moremi war ab März wegen der Flut gesperrt und öffnete am 13. April nur eingeschränkt. Das Camp Third Bridge blieb danach geschlossen, eine Wiedereröffnung war bis Oktober 2026 nicht gemeldet, und die Routen hier planen deshalb mit Xakanaxa. Die Erhöhung der Parkgebühren, geplant für April 2026, hat das Ministerium Ende März verschoben.

Unser TippBuch die Campingplätze in den Parks zuerst und alles andere danach. Ohne bestätigte Buchung lässt dich das Tor nicht hinein, und für die Trockenzeit nennen die Quellen drei bis zwölf Monate Vorlauf. Wie das bei den einzelnen Betreibern läuft, steht bei den Camps.

Häufige Fragen zur Botswana-Reise

Wie weit ist es von Maun nach Kasane?

Durch die Parks über Moremi, Khwai und Savuti sind es rund 450 Kilometer, überwiegend Sand, verteilt auf vier Fahrtage. Auf Asphalt über Gweta und Nata fährst du 616 Kilometer, das schaffst du an einem langen Tag.

Wo beginnt eine Selbstfahrer-Reise durch Botswana am besten?

Die meisten Reisen beginnen in Maun, wo Allrad-Vermieter und die Büros der Campingbetreiber sitzen, oder in Kasane am Chobe. Wer in Windhoek oder Johannesburg abholt, zahlt beim Vermieter Bushlore keine Depotgebühr, braucht aber einen bis zwei Tage Anreise auf Asphalt.

Welche Regionen Botswanas lohnen sich für die erste Reise?

Für die erste Reise sind es meist drei: das Okavango-Delta mit Moremi am Ostrand, der Chobe mit Kasane und Savuti und die Salzpfannen von Makgadikgadi und Nxai Pan. Die Zentral-Kalahari und der Panhandle lohnen sich, wenn mehr Zeit bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen dem Okavango-Delta und Moremi?

Moremi ist ein Wildreservat am Ostrand des Okavango-Deltas und umfasst rund 40 Prozent der Welterbefläche. Dorthin fährst du mit eigenem Allrad. Der übrige Teil des Deltas besteht aus Konzessionen mit Lodges, die du meist nur mit dem Kleinflugzeug erreichst.

Wie viel des Straßennetzes in Botswana ist asphaltiert?

Nach Statistics Botswana hatte das Land 2024 rund 34.900 Kilometer Straßen, davon gut 11.200 Kilometer asphaltiert. Die Hauptstraßen zwischen den Städten sind geteert, in die Parks führen Sand- und Schotterpisten.