Parks und Sehenswertes · Panhandle

Gcwihaba-Höhlen

Hinter dem Eingang wird es schlagartig dunkel und feucht, im Strahl der Stirnlampe hängen Wurzeln wie Vorhänge von der Decke. Weiter hinten raschelt es, dann huschen die ersten Fledermäuse vorbei.

Die Gcwihaba-Höhlen liegen im äußersten Nordwesten Botswanas, rund zehn Kilometer vor der Grenze zu Namibia. Der Name kommt aus der Sprache der San und heißt Hyänenhöhle. Die Höhlen sind ein Nationaldenkmal. Hin kommst du nur mit dem Allrad, über Sandpisten ohne Ortschaft.

Eröffnung für Besucher, mit Torhaus und Campingplatz
18.12.2014
Martinus Drotsky sieht die Höhlen, die Tourismusbehörde nennt 1934
1932
für das Welterbe der UNESCO vorgeschlagen
1999
bis zur Grenze nach Namibia
rund 10 km

1932 bekam der Farmer Martinus Drotsky aus der Gegend von Ghanzi die Höhlen gezeigt, als erster Europäer, so die englische Wikipedia. Die Haupthalle heißt seitdem Drotsky's Cavern, viele kennen den ganzen Ort als Drotsky's Cave. Und die Höhlen sind alt: Teil der Kalahari-Landschaft sind sie seit mindestens zwei Millionen Jahren.

Am 18. Dezember 2014 eröffnete der damalige Präsident Ian Khama die Höhlen offiziell für Besucher. Seitdem gibt es ein Torhaus, Sanitäranlagen, Brunnen, einen Campingplatz und eine Landepiste.

Fledermäuse und Feigenwurzeln

In den Höhlen leben große Kolonien von Fledermäusen. Die Commerson-Rundblattnase erreicht eine Spannweite von bis zu 60 Zentimetern, dazu kommen Schlitznasen mit ihren langen Ohren. Draußen wachsen Namaqua-Feigen. Die Wurzeln der Feigen suchen die feuchte Luft der Höhlen und hängen dort als Vorhänge von der Decke. In den Feigen lebt der Rüppellpapagei, den es in Botswana nur in dieser Gegend gibt.

Archäologen fanden im Boden der Höhle 51 Steinwerkzeuge und darunter eine Holzkohleschicht aus dem späten Pleistozän, mit Knochen von Ochsenfröschen und Stücken von Straußeneiern. Die Höhle ist außerdem Typlokalität des Minerals Gwihabait, hier wurde es zuerst beschrieben.

Die Anfahrt durch den Sand

Der Abzweig liegt zwei Kilometer hinter Tsau an der Straße von Maun nach Shakawe. Höhlenportale und Lonely Planet nennen für die Strecke rund 144 Kilometer, zum Schluss 27 Kilometer durch ein fossiles Flusstal. Der Sand ist tief. Fahr nur mit Allrad und Bodenfreiheit, am besten mit einem zweiten Fahrzeug.

Unterwegs gibt es keinen Ort zum Einkaufen oder Tanken. Nimm Wasser, Sprit und Essen für die ganze Zeit mit, dazu eine starke Lampe für die Höhlen. Eintritt und Camping zahlst du am Torhaus, frag die Beträge vor der Abfahrt nach.

Dauer
eine Nacht auf dem Campingplatz, dazu je ein Tag An- und Abfahrt
Kosten
Eintritt und Camping am Torhaus, Beträge vor der Fahrt erfragen (Stand Oktober 2026)
Wann
Mai bis September, wenn es tagsüber kühler ist

Unser TippFahr nicht allein. Auf den letzten Kilometern durch das fossile Tal kommt selten jemand vorbei, und mit einem zweiten Wagen ziehst du dich aus dem Sand.

Gcwihaba-Höhlen: häufige Fragen

Wie kommt man zu den Gcwihaba-Höhlen?

Zu den Gcwihaba-Höhlen zweigt kurz hinter Tsau eine Sandpiste von der Straße von Maun nach Shakawe ab, zuletzt geht es 27 Kilometer durch ein fossiles Flusstal. Die Strecke ist tiefsandig und nur mit Allrad und Bodenfreiheit zu schaffen.

Seit wann kann man die Gcwihaba-Höhlen besuchen?

Offiziell seit dem 18. Dezember 2014. Damals eröffnete Präsident Ian Khama die Gcwihaba-Höhlen als Touristenziel mit Torhaus, Sanitäranlagen, Brunnen, Campingplatz und Landepiste.

Warum heißen die Gcwihaba-Höhlen auch Drotsky's Cave?

1932 wurden die Höhlen dem Farmer Martinus Drotsky gezeigt, nach ihm heißt die Haupthalle Drotsky's Cavern. Gcwihaba selbst stammt aus der Sprache der San und bedeutet Hyänenhöhle.