Parks und Sehenswertes · Osten

Khama Rhino Sanctuary

Am Rand der Serwe-Pfanne grasen zwei Breitmaulnashörner, ihr Rücken grau vom Staub. Der Wagen steht still, und du hörst, wie sie das Gras abrupfen.

Das Khama Rhino Sanctuary liegt rund 25 Kilometer von Serowe im Osten Botswanas, von Palapye an der A1 sind es etwa 50 Kilometer. Es ist ein Projekt der Gemeinde, kein Nationalpark. Hier siehst du Breit- und Spitzmaulnashörner, dazu über 30 weitere Säugetierarten und mehr als 230 Vogelarten.

Fläche nach Wikipedia und Wikidata, anderswo 4.300 ha
8.585 ha
Bürger von Serowe gründen das Projekt
1989
die ersten vier Breitmaulnashörner kommen
1992
Wilderei nach fast 30 Jahren ohne Verluste
2022 und 2023

Wie groß das Sanctuary ist, sagen die Quellen unterschiedlich. Die englische Wikipedia und Wikidata nennen 8.585 Hektar, der Wikipedia-Artikel über Serowe 4.300 Hektar. Eine Ausschreibung für Freiwillige von 2026 spricht davon, die Fläche sei verdoppelt worden und biete Platz für über 80 Nashörner, eine neue Zahl nennt sie nicht.

Im Sanctuary gibt es Chalets, Campingplätze und ein Restaurant, dazu ein Umweltbildungszentrum. Das Geld kommt vor allem aus dem Tourismus und aus dem Verkauf von Tieren, wenn das Gelände zu voll wird.

Wie das Sanctuary entstand

Einwohner von Serowe gründeten 1989 aus Sorge über die Wilderei ein Schutzgebiet, unterstützt von Ian Khama. 1992 kamen die ersten vier Breitmaulnashörner. 1993 übergab das Ngwato Land Board das Land rund um die Serwe-Pfanne, einen ausgetrockneten See. Welches Jahr als Gründung gilt, hängt von der Quelle ab: Wikidata nennt 1993, die Tourismusbehörde 1989.

Das Spitzmaulnashorn, vom Aussterben bedroht, kam 2002 zurück. Das erste Kalb wurde 2007 geboren, so die englische Wikipedia, nach der Tourismusbehörde 2008. Bis 2014 gab das Sanctuary 28 Nashörner an andere Schutzgebiete im südlichen Afrika ab.

Wilderei 2022 und 2023

Ranger und die Armee Botswanas bewachen die Nashörner. Bis 2014 wurde hier kein einziges gewildert. 2022 meldete die Wildschutzbehörde DWNP dann zwei getötete Breitmaulnashörner, die Täter sollen sich als Besucher ausgegeben haben. Das Sanctuary bestritt, dass es auf seinem Gelände geschah. Im April 2023 wurden vier Nashörner angeschossen, zwei starben. Die Hörner blieben dran, warum geschossen wurde, ist nicht bekannt.

Wie viele Nashörner heute im Sanctuary leben, erfährst du am Empfang. Dort weiß man auch, wo sie zuletzt gesehen wurden.

Mehr als Nashörner

Im Kalahari-Sand leben außerdem Giraffen, Zebras, Gnus, Elenantilopen, Kuhantilopen, Oryx und Springböcke. Auch Leoparden, Geparden und Braune Hyänen kommen vor. Unter den Vögeln fallen Helmperlhühner und Ohrengeier auf.

Dauer
ein Nachmittag, besser eine Nacht mit Pirschfahrt am Morgen
Kosten
Eintritt pro Person und Fahrzeug an der Rezeption, Beträge vorher erfragen (Stand Oktober 2026)
Wann
ganzjährig; am frühen Morgen und späten Nachmittag sind die Tiere aktiver

Unser TippÜbernachte im Sanctuary statt in Serowe. Dann bist du am Morgen schon im Gelände, wenn es noch kühl ist, und musst nicht erst anfahren.

Khama Rhino Sanctuary: häufige Fragen

Wie weit ist das Khama Rhino Sanctuary von Serowe und Palapye entfernt?

Das Khama Rhino Sanctuary liegt rund 25 Kilometer von Serowe und etwa 50 Kilometer von Palapye an der A1 entfernt.

Gibt es im Khama Rhino Sanctuary auch Spitzmaulnashörner?

Ja. Neben Breitmaulnashörnern leben im Khama Rhino Sanctuary Spitzmaulnashörner, die 2002 wieder angesiedelt wurden. Das erste Kalb kam 2007 oder 2008 zur Welt, je nach Quelle.

Wurden im Khama Rhino Sanctuary Nashörner gewildert?

Ja. 2022 meldete die Wildschutzbehörde zwei getötete Breitmaulnashörner, was das Khama Rhino Sanctuary für sein Gelände bestritt. Im April 2023 wurden vier Nashörner angeschossen, zwei davon starben.