Parks und Sehenswertes · Panhandle

Tsodilo Hills

Am späten Nachmittag fällt das Licht schräg auf die Felswand, und rote Figuren treten hervor: eine Giraffe, daneben geometrische Muster. Rundherum liegt flach und grün der Busch.

Die Tsodilo Hills ragen im Nordwesten Botswanas, rund 40 Kilometer von Shakawe, aus dem flachen Sand. Der höchste Hügel erreicht 1.400 Meter über dem Meer. Seit 2001 stehen sie auf der Welterbeliste der UNESCO. An den Felsen gibt es nach UNESCO über 4.500 Malereien, verteilt auf rund zehn Quadratkilometer.

Welterbe der UNESCO, die Tourismusbehörde nennt 2002
2001
Felsmalereien nach UNESCO, nach Tourismusbehörde rund 4.000
über 4.500
Höhe des höchsten Hügels über dem Meer
1.400 m
von Shakawe, zuletzt auf Schotter
rund 40 km

Male, Female, Child. So heißen drei der vier Hügel, der vierte hat keinen Namen. Für die San sind sie heilig, ein Ruheort der Geister der Verstorbenen. Wer dort jagt oder tötet, bringt Unglück, glauben sie. Die Quelle am Female Hill gilt bis heute als heiliger Ort.

Die Malereien siehst du nur mit einem Führer, der am Museum wartet. Dort beginnen die Wege. Neben dem Museum gibt es zwei Campingplätze, einer mit Duschen und Spültoiletten, einer ohne, und eine Landepiste.

Rot, weiß und wer sie malte

Rund 500 einzelne Fundstellen liegen an den Hügeln. Die roten Bilder, die du fast überall findest, schreibt die Forschung den San zu. Die weißen stammen eher von Bantu-Völkern. Manche weißen Figuren sitzen auf Pferden, sie können also nicht vor der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sein, als die ersten Pferde in die Gegend kamen.

In der Rhino Cave am Nordende des Female Hill ist ein weißes Nashorn gemalt, eine rote Giraffe teilt es. Die Depression Rock Shelter an der Nordwestseite des Female Hill war nach Holzkohlefunden schon vor mindestens 30.000 Jahren bewohnt. Bekannt wurden die Bilder durch Laurens van der Post, der sie 1958 in seinem Buch „The Lost World of the Kalahari“ beschrieb. Ein Panel nahe dem Campingplatz trägt heute seinen Namen.

Anfahrt und Besuch

Von der Teerstraße bei Shakawe führt eine Schotterstraße zu den Hügeln, nach einem Reisebericht von 2019 rund 36 Kilometer, dann noch fünf Kilometer schlechtere Piste bis zum Museum. In der Trockenzeit schafft das ein Wagen mit Bodenfreiheit. Von Dezember bis März rät Tracks4Africa zum Allrad.

Der Eintritt fürs Museum kostet nach Tracks4Africa BWP 50 pro Person, der Führer für die Malereien BWP 120, Tarif von April 2024. iOverlander nennt für den Führer bis BWP 175. Camping liegt bei BWP 130 pro Person. Das Museum ist nach Wikivoyage von halb acht bis halb fünf geöffnet. Prüf die Preise vor der Fahrt, Stand Oktober 2026.

Dauer
ein halber Tag für eine Führung, besser eine Nacht auf dem Campingplatz
Kosten
Museum BWP 50 pro Person, Führer BWP 120 bis 175, Camping BWP 130 pro Person (Tarife von 2024, Stand Oktober 2026)
Wann
April bis November, wenn die Zufahrt trocken ist; Dezember bis März nur mit Allrad

Unser TippÜbernachte an den Hügeln und geh am frühen Morgen mit dem Führer los, bevor die Felsen sich aufheizen. Und frag nach der Rhino Cave, der Weg dorthin lohnt sich.

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Tsodilo Hills: häufige Fragen

Braucht man für die Tsodilo Hills einen Führer?

Ja. Die Felsmalereien der Tsodilo Hills besuchst du nur mit einem Führer, den du am Museum bei den Hügeln bekommst. Der Führer kostet extra zum Eintritt.

Wer hat die Felsmalereien in Tsodilo gemalt?

Die roten Malereien an den Tsodilo Hills werden den San zugeschrieben, die weißen eher Bantu-Völkern. Weiße Reiterfiguren sind nicht vor der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, denn erst dann kamen Pferde in die Gegend.

Kommt man ohne Allrad zu den Tsodilo Hills?

In der Trockenzeit führt eine Schotterstraße von der Teerstraße bei Shakawe zu den Tsodilo Hills, die letzten Kilometer sind schlechter. Von Dezember bis März wird zum Allrad geraten.