Mokoro zwischen Seerosen auf einem Kanal im Okavango-Delta

Region · Panhandle

Panhandle und Tsodilo

Ein Fischer stakt sein Boot am Papyrus entlang, auf dem Steg einer Lodge lehnt eine Angelrute in der Sonne. Der Fluss ist hier noch schmal, das Delta beginnt erst weiter im Südosten.

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Im Panhandle fließt der Okavango noch gebündelt zwischen Papyrus, erst weiter südöstlich fächert er sich zum Delta auf. Am Westufer begleitet ihn die A35 über Gumare und Sepupa bis Shakawe und zur Grenze nach Namibia bei Mohembo. Hierher fährst du zum Angeln, für Bootsfahrten und für die Felsbilder von Tsodilo. Am Ostufer liegt Seronga, von dort gehen Mokoro-Touren ins Delta.

von Maun bis Shakawe, durchgehend Teer
377 km
Felsmalereien in Tsodilo nach UNESCO
über 4.500
Brücke bei Mohembo ersetzt die Fähre
2022
Piste von der Brücke bis Seronga
96 km

Von Maun fährst du auf der A3 bis Sehithwa und dann auf der A35 nach Norden. Gumare erreichst du nach rund drei Stunden, Shakawe nach gut viereinhalb. Die Straße hat laut der englischen Wikipedia unter fehlender Pflege gelitten, plan also nicht zu knapp und fahr nicht im Dunkeln. Aufs Ostufer kommst du über die Okavango River Bridge bei Mohembo, danach führen 96 Kilometer Piste nach Seronga. Dafür brauchst du einen Allrad.

Übernachtet wird am Fluss. In Shakawe gibt es Drotsky's Cabins mit Hütten und Stellplätzen, die Schwesterlodge Xaro, die du per Boot erreichst, und die Shakawe River Lodge. In Sepupa liegt der Swamp Stop, in Seronga betreibt der Okavango Polers Trust das Mbiroba Camp. Von Shakawe fliegen außerdem Kleinflugzeuge zu Camps im Delta und am Linyanti.

Für wen der Panhandle passt

Urlauber aus dem südlichen Afrika kommen vor allem zum Angeln, so beschreibt es die englische Wikipedia. Aus Namibia ist er zugleich ein Weg ins Land. Über Mohembo kommst du aus dem Caprivi direkt nach Shakawe und auf Teer weiter nach Maun. Der Grenzposten ist laut Tourismusbehörde nur tagsüber offen.

Und wer das Delta vom Wasser aus sehen will, ohne ein Fly-in-Camp zu buchen, fährt nach Seronga. Dort organisiert der Okavango Polers Trust seit 1998 Touren im Mokoro, dem Einbaum, den ein Poler stehend durchs flache Wasser schiebt.

Tsodilo und Gcwihaba

Die Tsodilo Hills liegen rund 40 Kilometer von Shakawe und stehen seit 2001 auf der Welterbeliste. Die Malereien siehst du mit einem Führer, der am Museum wartet, daneben liegen zwei Campingplätze. In der Trockenzeit schafft die Zufahrt ein Wagen mit Bodenfreiheit, von Dezember bis März rät Tracks4Africa zum Allrad.

Die Gcwihaba-Höhlen sind ein ganz anderes Unternehmen. Die Höhlen liegen rund zehn Kilometer vor der Grenze zu Namibia, und vom Abzweig an der A35 führen nach Lonely Planet rund 144 Kilometer durch tiefen Sand, ohne Ort unterwegs. Fahr das nur mit Allrad und am besten mit einem zweiten Wagen.

Nächte, Jahreszeit, Versorgung

Shakawe verdient zwei Nächte, eine davon für einen Tag auf dem Fluss. Für Tsodilo reicht ein halber Tag, schöner ist eine Nacht an den Hügeln. Seronga braucht mit An- und Abfahrt drei Nächte. Für Gcwihaba rechnest du eine Nacht und je einen Fahrtag hin und zurück, Gumare und Sepupa passen als Pause oder Zwischennacht.

Tsodilo besuchst du am besten von April bis November, die Höhlen von Mai bis September, wenn es tagsüber kühler ist. Der Panhandle liegt im Malariagebiet. In Shakawe wurden schon 39,6 Grad gemessen und nachts minus 6,1. Den großen Einkauf und den vollen Tank holst du dir in Maun.

Unser TippTeil die A35, wenn du nicht direkt nach Namibia willst: eine Nacht in Sepupa am Fluss, dann weiter nach Shakawe und Tsodilo. So hast du schon am ersten Abend Zeit für eine Bootsfahrt.

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Orte in der Region

Parks und Sehenswertes: Tsodilo Hills, Gcwihaba-Höhlen

Etappen in und durch die Region

Streckekmdavon PisteFahrzeit
Divundu bis Shakawe4801 bis 1,5 Stunden
Maun bis Shakawe38105 bis 6 Stunden

Panhandle und Tsodilo: häufige Fragen

Was ist der Okavango-Panhandle?

Der Panhandle ist der Abschnitt des Okavango im Nordwesten Botswanas zwischen der Grenze bei Mohembo und dem Beginn des Deltas bei Seronga. Hier fließt der Fluss noch gebündelt zwischen Papyrus, an seinem Westufer liegen Shakawe, Sepupa und Gumare an der A35.

Kann man vom Panhandle aus ins Okavango-Delta?

Ja. Von Seronga am Ostufer, wo der Panhandle endet, gehen Mokoro-Touren des Okavango Polers Trust ins Delta. Von Shakawe fliegen außerdem Kleinflugzeuge zu Camps im Delta und am Linyanti.

Wie viele Nächte braucht man für den Panhandle und Tsodilo?

Für Shakawe mit einem Tag auf dem Okavango und eine Nacht an den Tsodilo Hills planst du drei Nächte ein. Mit Seronga am Ostufer kommen drei weitere dazu, für die Gcwihaba-Höhlen eine Nacht und je ein Fahrtag hin und zurück.