Baobab zwischen Granitfelsen auf Kubu Island

Parks und Sehenswertes · Pfannen

Kubu Island

Kurz vor Sonnenuntergang klettern alle auf die Felsen. Unten liegt die Pfanne weiß und flach bis zum Horizont, und die Schatten der Baobabs werden über den Granit hinweg immer länger.

Foto: 123RF

Kubu Island liegt im Südwesten der Sowa Pan, der größten der Makgadikgadi-Pfannen. Eine Insel ist es nur dem Namen nach. Der Granitrücken, etwa einen Kilometer lang, ragt rund 20 Meter aus einer Pfanne, die in alle Richtungen bis zum Horizont reicht. Wasser steht hier nur nach starkem Regen, und dann kommst du nicht hin. Die ganze Insel ist Nationalmonument und für die Menschen der Gegend ein heiliger Ort.

Höhe über der Sowa Pan
rund 20 m
Länge des Granitrückens
rund 1 km
Höhe der alten Steinmauern
bis 1,25 m
runde Steinhaufen auf der Insel
344

Kubu heißt auf Setswana Flusspferd, auf Kalanga nach der englischen Wikipedia auch großer Fels. Die Khoe in der Gegend nennen den Ort Ga'nnyo. Auf dem Granit wachsen Baobabs, Afrikanische Kastanien und Sterkulien, das Gestein ist stellenweise mit Vogelkot überzogen. Manchmal kommen Schakale, Hyänen, Springböcke, Impalas und gelegentlich Elefanten vorbei.

Den Campingplatz und das Monument betreut der Gaing-O Community Trust, eine Gemeindeorganisation. Der Platz wird zugunsten der Menschen in der Umgebung geführt. Wie viele Stellplätze es gibt, steht unterschiedlich in den Quellen: 13 laut iOverlander, 14 laut Lonely Planet.

Mauern und Steinhaufen

Am Rand der Insel ziehen sich Trockenmauern entlang, bis zu 1,25 Meter hoch. Wer sie gebaut hat und wozu, ist nicht bekannt. Die deutsche Wikipedia vermutet das 17. oder 18. Jahrhundert. Dazu kommen 344 runde Steinhaufen. In der ganzen Makgadikgadi wurden Steinwerkzeuge gefunden, manche davon älter als der moderne Mensch.

Fernsehbekannt wurde Kubu Island durch die britische Sendung Top Gear, die 2007 auf ihrer Botswana-Fahrt hier hielt. 2024 endete hier die letzte Folge von The Grand Tour.

Anfahrt nur in der Trockenzeit

Nach der englischen Wikipedia erreichst du die Insel über Mmatshumo im Boteti-Distrikt, unweit der Minenorte Orapa und Letlhakane. Ohne Allrad kommst du nicht hin. Nach Regen fährst du nicht auf die Pfanne. Unter der Salzkruste liegt dann nasser Ton, in dem ein Wagen stecken bleibt. In Maun regnet es von November bis März, von Mai bis September fällt fast nichts.

Plan die Fahrt so, dass du bei Tageslicht ankommst. Das Auswärtige Amt rät in Botswana von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit ab.

Was der Besuch kostet

Eintritt und Camping zahlst du an den Gaing-O Community Trust, nicht an die Wildschutzbehörde. Die Tarife wechseln, und ältere Angaben reichen weit auseinander. Frag beim Trust nach dem Preis für 2026. Eine Führung über die Insel kostet laut Website des Trusts 80 Pula pro Person, Stand Oktober 2026.

Dauer
eine Nacht, ankommen am Nachmittag, abfahren nach Sonnenaufgang
Kosten
Eintritt und Camping an den Gaing-O Community Trust, Tarif 2026 beim Trust erfragen; Führung 80 Pula pro Person (Stand Oktober 2026)
Wann
Mai bis Oktober in der Trockenzeit; nach Regen nicht befahrbar

Unser TippSteig zum Sonnenuntergang und noch einmal vor Sonnenaufgang auf die Felsen, dann wirft das flache Licht die Schatten der Baobabs weit über die Pfanne. Und fahr nur, wenn es vorher tagelang trocken war.

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Kubu Island: häufige Fragen

Ist Kubu Island wirklich eine Insel?

Nein. Kubu Island ist ein Granitrücken, der rund 20 Meter aus der Sowa Pan ragt. Wasser steht dort nur nach starkem Regen auf der Pfanne.

Wer betreibt den Campingplatz auf Kubu Island?

Den Campingplatz und das Nationalmonument Kubu Island betreut der Gaing-O Community Trust. Eintritt und Camping zahlst du dort, nicht an die Wildschutzbehörde.

Wer hat die Steinmauern auf Kubu Island gebaut?

Die Erbauer der bis zu 1,25 Meter hohen Mauern auf Kubu Island sind unbekannt. Die deutsche Wikipedia vermutet, dass sie im 17. oder 18. Jahrhundert entstanden.

Wie kommt man nach Kubu Island?

Nach Kubu Island fährst du mit dem Allrad über Mmatshumo im Boteti-Distrikt. Nach Regen fährst du nicht auf die Pfanne, unter der Kruste liegt dann nasser Ton.