Diese Route lässt Delta und Chobe aus und fährt nach Süden und Osten. Von Maun geht es über Rakops in die Zentral-Kalahari ins Deception Valley, dann an den Boteti nach Khumaga im Makgadikgadi-Park, zur Nxai Pan und über Gweta zurück. 834 Kilometer in zehn Tagen, 276 davon auf Sand. Wir haben sie selbst zusammengestellt, aus den Etappen und Camps, die Ostrich Trails und Veranstalter beschreiben.
- Gesamtstrecke, davon 276 auf Sand und Schotter
- 834 km
- längster Fahrtag, Maun bis Deception Valley
- 290 km
- ohne Ortswechsel, je einer pro Park
- 3 Tage
- Wasser in den Camps im Deception Valley, alles mitbringen
- 0 Liter
Kein Tag ist lang. Der weiteste führt am Anfang 290 Kilometer von Maun bis ins Deception Valley, gut 200 davon auf Asphalt bis Rakops. Danach werden die Etappen kürzer: 151 Kilometer an den Boteti, 80 zur Nxai Pan. Langsam sind sie trotzdem, denn in den Parks fährst du auf Sand, höchstens 40 km/h und oft viel weniger.
Die Route passt, wenn du Botswana schon kennst oder Weite und Stille den großen Tierherden vorziehst. In der Zentral-Kalahari bist du auf dich gestellt. Ostrich Trails empfiehlt, mit zwei Fahrzeugen zu fahren, vorgeschrieben ist es nicht. Ein Allrad dagegen ist Pflicht, ohne ihn lässt dich das Tor nicht hinein.
Wann die Route geht
Am sichersten zwischen Mai und Oktober. In der Regenzeit von November bis März werden die Pfannen und Täler der Zentral-Kalahari zu tiefem, rutschigem Schlamm, vor allem das Deception Valley am Hauptrundweg. Die Pisten trocknen danach schnell.
Die Zebras kommen allerdings mit dem Regen. Von Januar bis März ziehen sie nach Angaben von Veranstaltern in die Makgadikgadi und an die Nxai Pan, ab April zurück. Wer sie sehen will, fährt am Ende der Regenzeit und plant in der Kalahari einen Ausweichtag ein. Auf eine nasse Pfanne fährst du nie, auch wenn die Oberfläche trocken aussieht.
Deception Valley, Tag 2 bis 3
Von Maun fährst du auf der A3 nach Osten bis Motopi und auf der B300 nach Süden bis Rakops. Dort gibt es Diesel, die Läden sind schwach bestückt. Dann 45 Kilometer Sandpiste zum Matswere Gate und rund 40 Kilometer bis ins Tal, nach Ostrich Trails anderthalb Stunden. Das Tor ist von April bis September von 6:30 bis 18:30 Uhr offen, von Oktober bis März von 5:30 bis 19:00 Uhr.
Die Plätze im Deception Valley haben ein Plumpsklo und eine Eimerdusche. Wasser, Netz und Treibstoff gibt es nicht. Die Botswana Tourism Organisation rät für Wüstengebiete zu 50 bis 100 Litern Wasser pro Person. Den Ruhetag verbringst du mit Fahrten durch das Tal und zu den Pfannen in der Nähe.
Am Boteti, Tag 4 bis 5
Zurück über Matswere und Rakops fährst du auf der B300 nach Norden bis zum Dorf Khumaga am Westufer des Boteti. Das Camp liegt am anderen Ufer im Park. Bei genug Wasser setzt eine kleine Fähre über, ein Auto pro Fahrt. Fährt sie nicht, bleibt der Umweg über das Tor bei Phuduhudu an der A3, nach Ostrich Trails rund 80 Kilometer, nach einem Forum rund 150. Frag bei SKL nach dem Wasserstand, bevor du losfährst.
Nxai Pan und Gweta, Tag 6 bis 10
Von Khumaga geht es über die Parkpiste nach Phuduhudu, ein Stück A3 und die 37 Kilometer Sand zum South Camp der Nxai Pan, zusammen 80 Kilometer. Am Ruhetag fährst du zu den Baines' Baobabs, vom Tor eine gute Stunde. In der Regenzeit nimmst du dorthin die nördliche, etwas längere Piste.
Am achten Tag rollst du nach Gweta, 106 Kilometer, davon 69 auf Asphalt. Dort liegt Planet Baobab, das nach Angaben eines Buchungsportals auch mit normalem Auto erreichbar ist. Bis Maun sind es am neunten Tag noch 207 Kilometer auf der A3. Achte dort auf Elefanten und Schlaglöcher.
Camps buchen
Die Zentral-Kalahari zuerst. Im Deception Valley gibt es nach Ostrich Trails sechs Plätze, im nahen Kori vier, beide vergibt die Parkbehörde DWNP. Sunday Pan mit drei Plätzen führt Bigfoot Tours. Manche Plätze sind nach Ostrich Trails ein Jahr im Voraus belegt. Danach buchst du Khumaga bei SKL Camps und das South Camp der Nxai Pan bei der Xomae Group, beide mit zehn Plätzen. Gweta und die Nächte in Maun buchst du zuletzt.
Die Parkgebühr für die Zentral-Kalahari, die Makgadikgadi und die Nxai Pan liegt bei P190 pro Erwachsenem und Tag, dazu kommt eine Gebühr für das Auto. Du zahlst sie getrennt an das DWNP (Stand Oktober 2026).
Mietwagen und Proviant
Die Route beginnt und endet in Maun, eine Einwegmiete brauchst du nicht. Bushlore berechnet für Abholung und Rückgabe in Maun eine Depotgebühr von R 8.000 bis 8.300, bei mindestens acht Miettagen (Stand Oktober 2026). Frag nach einem zusätzlichen Wassertank und Kanistern.
Rohes Fleisch darfst du nach Tracks4Africa von Maun nicht zur Nxai Pan und in die Makgadikgadi mitnehmen. Gekochtes ist meist erlaubt. Plan für die zweite Hälfte also mit Konserven und vorgekochtem Essen.
Und Kubu Island?
Kubu Island fehlt in der Route mit Absicht. Von Gweta aus rät Ostrich Trails von der direkten Fahrt ab, von Norden sind es ab Mabole bei Nata rund 90 Kilometer Sandpiste, etwa vier Stunden. Von November bis April ist die Insel nicht erreichbar. Wer sie in der Trockenzeit dazunehmen will, hängt zwei Nächte an und fährt über Nata.
Unser TippFahr von Maun früh los und tank in Rakops noch einmal voll. Dann erreichst du das Matswere Gate am frühen Nachmittag und hast genug Licht für die letzten 40 Kilometer bis ins Tal.
Tag für Tag
| Tag | Strecke | km | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Ankunft in Maun | Maun, 1 Nacht | |
| 2 | Maun bis Deception Valley | 290 | Deception Valley, 2 Nächte |
| 4 | Deception Valley bis Khumaga | 151 | Khumaga am Boteti, 2 Nächte |
| 6 | Khumaga bis Nxai Pan | 80 | Nxai Pan (South Camp), 2 Nächte |
| 8 | Nxai Pan bis Gweta | 106 | Gweta, 1 Nacht |
| 9 | Gweta bis Maun | 207 | Maun, 1 Nacht |
| 10 Tage, 834 km, 15,5 bis 20 Stunden reine Fahrzeit | |||
Kilometer und Fahrzeiten Stand Oktober 2026, Fahrzeit ohne Pausen und Abstecher.
Kalahari und Pfannen in 10 Tagen: häufige Fragen
Wie kommt man von Maun ins Deception Valley?
Von Maun fährst du über die A3 und die B300 bis Rakops, dann 45 Kilometer Sandpiste zum Matswere Gate und rund 40 Kilometer bis ins Deception Valley. Zusammen sind es 290 Kilometer, davon gut 200 auf Asphalt.
Gibt es im Deception Valley Wasser?
Nein. Die Plätze im Deception Valley in der Zentral-Kalahari haben ein Plumpsklo und eine Eimerdusche, aber kein Wasser, kein Netz und keinen Treibstoff. Die Botswana Tourism Organisation rät für Wüstengebiete zu 50 bis 100 Litern Wasser pro Person.
Wie kommt man über den Boteti zum Khumaga-Camp?
Das Khumaga-Camp liegt am Ostufer des Boteti im Makgadikgadi-Park. Bei genug Wasser setzt eine kleine Fähre über, sonst bleibt der Umweg über das Tor bei Phuduhudu an der A3.
Kann man die Zentral-Kalahari in der Regenzeit befahren?
Von November bis März werden die Täler der Zentral-Kalahari, vor allem das Deception Valley, zu rutschigem Schlamm. Die Pisten trocknen danach schnell, aber auf nasse Pfannen fährst du nie.
