Okavango Delta

Fahrt auf dem Mokoro durchs Delta

Fahrt auf dem Mokoro durchs Delta

Der Gegensatz könnte kaum größer sein: Mitten in der sandigen Öde der Kalahari endet einer der längsten Flüsse Afrikas in einer riesigen Oase, dem Okavango Delta. Das Zusammentreffen der trockenen und kargen Kalahari mit dem frischen, lebendigen Nass des Okavango macht den besonderen Reiz dieses weltgrößten Binnendeltas aus.

Die Wassermassen des in Angola entspringenden Okavango versickern, nachdem sie sich im Delta in einem Labyrinth aus zahllosen Nebenläufen verzweigen, im trockenen Boden der Kalahari oder verdunsten. Das Ergebnis ist eine weltweit einzigartige Sumpflandschaft, die Lebensraum für unzählige Tierarten bietet.

Maun – Das Tor zum Okavango Delta

Die kleine Stadt Maun im nördlichen Botswana ist das Eingangstor zum Okavango Delta. Das Städtchen liegt rund 600 Kilometer von Botswanas Hauptstadt Gaborone entfernt. Einst diente Maun vor allem Viehzüchtern und Jägern als Ausgangsbasis. Mit dem Ausbau des Tourismus hat sich das Gebiet zu einem florierenden Wirtschaftsstandort entwickelt.

Von Maun aus können Reisende entweder per Jeep weiter in das Lagunengebiet gelangen oder sie werden mit dem Kleinflugzeug in den Busch transportiert. Vor allem bei einem Flug über die Binnenlandschaft erschließt sich die Einzigartigkeit dieser Region. In der Gegend werden Rundflüge per Flugzeug oder Hubschrauber über das Delta angeboten. Das Gebiet mit den galoppierenden Tierherden und den mäandernden Flussläufen aus der Luft zu erforschen ist ein besonderes Erlebnis und zählt zu den Highlights des Aufenthaltes.

Für Individualreisende stehen in der Region des Deltas Campingplätze zur Verfügung. Wer es etwas luxuriöser mag, kann sich in einer der exklusiven Lodges einmieten. Botswana setzt vor allem auf Luxustourismus und so steht eine Vielzahl komfortabler Unterkünfte zur Verfügung. In Maun reihen sich Reisebüros und Reiseveranstalter nahtlos aneinander und so sollte es kein Problem sein, eine Lodge oder ein Hotel zu finden. Während der Regenzeit sind allerdings einige Unterkünfte geschlossen.

Die Lagunenlandschaft per Einbaum erforschen

Ein Mokoro im Okavango Delta

Ein Mokoro im Okavango Delta

In das Labyrinth des Okavango Deltas geht es mit Mokoros, den Einbaumbooten der Einheimischen. Nur mit den kleinen Booten ist es möglich, tief in das Dickicht des Sumpfgebietes vorzudringen. Die Fahrt in einem Mokoro ist ein „Muss“ bei einem Besuch des Deltas.

Sogenannte „Poler“ staken mit einem langen Holzstab den Einbaum durch die malerische Landschaft. Hier präsentiert sich den Besuchern die grandiose Artenvielfalt der Region: Nilpferde, Krokodile, Zebras, Elefanten und eine bunte einzigartige Vogelwelt, um nur einige zu nennen.

Leider zieht die feuchte Luft des Deltas auch eine Vielzahl von Mücken an und ein Schutz vor den Plagegeistern ist unabdingbar. Für die Region besteht ein mittleres Malariarisiko und vor Antritt der Reise empfiehlt sich daher eine individuelle Malariaprophylaxe.

Beliebteste Reisezeit: Mai bis Oktober

Je nach Höhe des Wasserstandes sind neben den Bootssafaris auch Landsafaris möglich. In den Regenmonaten von November bis März sind die Wasserstände teilweise so hoch, dass einige Pisten komplett überflutet sind.

Eigentlich herrscht im Delta das ganze Jahr über Reisezeit. Die meisten Touristen besuchen die Region in den Monaten zwischen Mai und Oktober. Zu dieser Zeit herrschen angenehme Temperaturen um 25 Grad Celsius und das Malariarisiko ist aufgrund der Trockenheit gering. Nachts kann es im dortigen Winter empfindlich kalt werden.

Wer vor allem Wert auf Tierbeobachtungen legt, der sollte seine Reisezeit kurz nach der Regenzeit wählen, denn aufgrund des hohen Wasserstandes befinden sich zu dieser Zeit besonders viele Tiere in der Region Die Regenzeit fällt in die dortigen Sommermonate zwischen November und März.