Moremi-Wildreservat

Das Moremi-Wildreservat liegt am nordöstlichen Ausläufer des Okavango Deltas. Das Reservat wurde 1963 von der Witwe des Chief Moremi III. gegründet um die Wildbestände des Deltas zu schützen. Das Volk der Batawana hatte Sorge wegen der unkontrollierten Jagd in der Region und so wurde es unter Führung der Gattin des verstorbenen Batawana-Häuptlings Moremi zum Wildreservat erklärt. Beim Moremi-Wildreservat handelt es sich um das einzige Schutzgebiet des Okavango Deltas.

Einzigartiges Naturschutzgebiet mit grenzenloser Artenvielfalt

Auf einer Fläche von rund 4.800 Quadratkilometern präsentiert sich den Besuchern im Moremi Reservat eines der abwechslungsreichsten und einzigartigsten Naturschutzgebiete der Welt. Etwa ein Drittel des gesamten Okavango Deltas wird vom Moremi-Wildreservat eingenommen, das sich in Form einer Zunge über das Delta erstreckt. Das Reservat umfasst den mittleren sowie den östlichen Teil des größten Binnendeltas der Welt. Hier wechseln sich Trocken- und Feuchtsavanne ab und ein Besuch des Moremi Reservats zählt zu den Highlights eines Botswana Urlaubs.

Gerade in der Regenzeit können viele Wege des Reservats unpassierbar sein, so dass die beste Reisezeit zwischen Juli und Oktober liegt. Einzig das relativ trockene östliche Gebiet des Parks kann in der Regel dauerhaft per Jeep befahren werden. Besuchern wird geraten, sich vor einer Einfahrt in den Park über den Zustand der Pisten zu informieren.

Die Artenvielfalt im Moremi Reservat ist grenzenlos und neben zahlreichen Raubtieren beheimatet das Delta auch über 400 Vogelarten. Darüber hinaus können Touristen hier auch die berühmten „Big Five“ vor ihre Kameralinse bekommen. Nicht nur die Tierwelt sondern auch die Pflanzenwelt des Reservats ist einzigartig. Riesige Seerosenflächen, dichte Mopane-Wälder und spektakuläre Sümpfe muten geradezu paradiesisch an.

Mit dem Einbaum durch die schlängelnden Kanäle des Deltas

Krokodile

Krokodile

Am besten lässt sich das Moremi-Wildreservat per Mokoro erkunden. Die Mokoros sind die Einbaumboote der Einheimischen. Nur diese schmalen Boote können das teilweise unwegsame Dickicht des Reservats durchdringen. Vom Mokoro aus können Besucher herrliche Wildbeobachtungen vornehmen. Dabei sind auch Begegnungen mit einem träge dahingleitenden Krokodil keine Seltenheit. Natürlich bieten die Mokoros höchste Sicherheit und auch ein badendes Nilpferd kann dem Einbaum nichts anhaben. Darüber hinaus werden individuelle Bushwalks und natürlich die klassischen Jeep-Safari-Touren angeboten.

Von Süden kommend wird das Reservat am besten über Maun erreicht, das gut 100 Kilometer entfernt liegt. Für Individualreisende gibt es in Maun alles für den täglichen Bedarf, beziehungsweise ausreichenden Proviant für eine Fahrt in das Reservat. Wer sich lieber einer organisierten Tour anschließen möchte, findet in Maun eine Vielzahl von Veranstaltern. Häufig werden die Besucher von Maun aus mit Kleinflugzeugen weiter zu den Camps transportiert, da viele Stationen von Wasser umschlossen sind und nur aus der Luft erreicht werden können. Dabei lässt sich gleich ein unvergleichlicher Blick über das Delta genießen.

Vom Norden aus lässt sich das Reservat am besten über das Städtchen Kasane erreichen. Kasane ist nicht so groß wie Maun, aber auch hier erhalten Reisende alles, was für eine Weitefahrt ins Wildreservat notwendig ist.

Innerhalb des Parks stehen einige Camps zur Verfügung, bei denen vorher reserviert werden sollte. Für gehobene Ansprüche gibt es exklusive Lodges.

Besonders nach der Regenzeit besteht die Gefahr einer Malaria-Infektion. Auf eine entsprechende Prophylaxe sollte daher unbedingt geachtet werden.