Chobe Nationalpark

Seinen Namen verdankt der Nationalpark dem Fluss Chobe, der die nördliche Grenze des Gebietes bildet. Der rund 11.000 Quadratkilometer große Park im Nordosten des Landes ist eine der bedeutendsten Touristenattraktionen Botswanas. Der Park wurde im Jahr 1967 als erster Nationalpark des Landes gegründet. Im Chobe Nationalpark treffen Besucher auf ganz unterschiedliche Vegetationsformen. So gibt es neben den unendlich weiten Savannengebieten auch Wald- Busch- und Sumpflandschaften.

Spektakuläre Tierbeobachtungen in unberührter Natur

Antilopen im Chobe Nationalpark

Antilopen im Chobe Nationalpark

Das gesamte Gebiet des Parks gliedert sich in vier Bereiche: Die Region rund um den Chobe sowie die drei Gebiete Nogatsaa/Tchinga, Savuti und die Linyanti-Sumpfgebiete. Während die Chobe-Region von Kasane aus relativ bequem angesteuert werden kann, können die anderen drei Gebieten nur mit Allradantrieb oder mit dem Flugzeug erreicht werden. In der Zeit von Januar bis März sind die Fortbewegungsmöglichkeiten innerhalb des Parks vor allem auf Kleinflugzeuge beschränkt.

Insbesondere die Sumpflandschaften Savuti und Linyanti bieten eine nahezu unberührte Natur und versprechen Besuchern einmalige Tierbeobachtungen. Gerade die Region rund um Savuti ist bekannt für ihren hohen Raubtierbestand. Im Gegensatz zum angenehmen Klima am Ufer des Chobe herrscht hier trockenes und heißes Wüstenklima. Die Nächte können empfindlich kalt werden. Für Übernachtungsmöglichkeiten stehen luxuriöse Lodges oder auch Campingplätze zur Verfügung. Auch für die Campingplätze wird unbedingt eine Reservierung empfohlen.

Von Kasane aus in den Chobe Nationalpark

Elefanten am Chobe

Elefanten am Chobe

Das Ufer des Chobe ist eine der beliebtesten Regionen des Parks und die 8.000-Einwohner-Stadt Kasane im äußersten Nordosten Botswanas gilt den meisten Touristen als Ausgangspunkt für eine Tour in den Park. Von Kasane aus wird der Park durch das Sedudu-Gate erreicht. Ein kleiner Flughafen verbindet Kasane mit den anderen Städten Botswanas und Südafrikas. Von Kasane aus sind auch die berühmten Victoria-Fälle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe komfortabel in rund eineinhalb Stunden Fahrt zu erreichen. Ein Abstecher der sich lohnt!

Wer von Süden aus kommt, wird den Chobe Nationalpark durch das Mababe Tor betreten. Das Savuti-Gebiet ist von diesem Eingang aus besonders gut zu erreichen, da es nur rund 60 Kilometer entfernt liegt.

Auf Tuchfühlung mit den “Big Five”

Löwe in Botswana

Löwe

Der Wasserreichtum macht die Gegend zu einem Anziehungspunkt für unzählige Tierherden und es handelt sich um eines der wildreichsten Reservate. Die Wahrscheinlichkeit, ein Löwenrudel zu sehen, ist im Chobe Nationalpark besonders hoch. Auch große Elefantenherden können immer wieder beobachtet werden. Weltweit lebt hier mit rund 70.000 Dickhäutern die weltweit größte Elefantenpopulation. Um die Artenvielfalt des Parks zu bestaunen empfiehlt sich ein Besuch zwischen April und Oktober. In dieser Zeit tummeln sich besonders viele Tiere an den Wasserstellen.

Im Chobe Nationalpark haben Touristen die Möglichkeit, einmal den berühmte “Big Five” zu begegnen. Großwildjäger bezeichneten Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und Spitzmaulnashörner als “Big Five”, als die Tiere, die am schwersten zu erlegen sind. Wer heute im Nationalpark unterwegs ist, wird diese berühmten Fünf jedoch allenfalls mit seiner Kamera abschießen.

Besonders während der Regenzeit herrscht im gesamten Park Malariagefahr und eine entsprechend Prophylaxe wird unbedingt empfohlen.